Leben und Wohnen mit hohem Unterstützungsbedarf
Fachtagung des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen und Lebenswege Berlin
25. und 26. Nov. 2010 im Kleisthaus Berlin
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Begrüßung durch die Vorsitzende des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V., Helga Kiel, Kiel
Frau Kiel beschreibt in ihrer Begrüßung die bedeutenden Veränderungen bei der Wohnunterstützung und weist darauf hin, dass Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen an der Weiterentwicklung partizipieren können müssen.
Grußwort des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Hubert Hüppe, Berlin
In seinem Grußwort stellt Herr Hüppe die Bedeutung des Zusammenlebens behinderter und nichtbehinderter Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil für die Verwirklichung einer Inklusiven Gesellschaft nach dem Leitbild der Behindertenrechtskonvention heraus.
„Mehr vom Leben“ - Geschichten über das Wohnen
Mit den Geschichten geben behinderte Frau und Männer einen Einblick in ihr Zuhause.
Sie sind im Rahmen eines Schreibwettbewerbs entstanden, der vom bvkm gemeinsam mit der Aktion Mensch durchgeführt wurde. Diese
und viele anderen Geschichten wurden in dem Buch „Mehr vom: Frauen und Männer mit Behinderung erzählen“, Bonn, 2010, veröffentlicht.
Vorgetragen werden sie von Lisa Rauen, Laura Heid, Benjamin Hirt von der Berliner Schauspielschule.
„Eva wohnt jetzt alleine – wie geht denn das?”
Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.
Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust, Berlin
Das Empfinden und Erleben beim Umzug ihrer Tochter Eva in eine ambulante betreute Wohngruppe schildert Frau Nicklas-Faust auf eindrucksvolle Weise.
Geplante Nachbarschaft von Menschen mit und ohne Behinderung - eine Chance zu inklusivem Wohnen
Dr. Ursula Hoppe, Lebenshilfe Münster
Frau Dr. Hoppe berichte von der Planung und Realisierung eines Mietshauses, in dem Menschen mit und ohne geistige Behinderung in eigenen Wohnungen und in einer WG für Menschen mit schweren Behinderungen Tür an Tür zusammen leben. Einen besonderen Fokus legt sie auf die Entwicklung der Nachbarschaft.
Wohnen wie andere – Unterstütztes Wohnen in einer Hausgemeinschaft
Reinhold Scharpf, Geschäftsführer Körperbehinderte Allgäu gGmbH
Herr Scharpf referierte über eine Hausgemeinschaft, in der Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf sowohl „stationär“ in einer betreuten WG als auch in Apartments des „Ambulant Betreuten Wohnens“ leben können. Er beschrieb auch die finanziellen Rahmenbedingungen für ein solches Projekt.
Wohnprojekt Pinnweg – Apartmenthaus für körper- und mehrfachbehinderte Menschen
Christa Carol, Beratungsstelle des Zentrum für Körperbehinderte e.V. und KoKoBe, Mönchengladbach
Im Beitrag von Frau Carol geht es um die Entwicklung und Eröffnung eines Apartmenthauses für körper- und mehrfachbehinderte Menschen inmitten von Mönchengladbach und um die Kooperation verschiedener unterstützender Dienste.
Zwischen ambulant und stationär – Wohnformen für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf
Judith Hoffmann, Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH
Mit Ihrem Referat gibt Frau Hoffmann Einblicke in eine Wohngemeinschaft für Bewohner mit geistiger Behinderung und dementieller Erkrankung und ihre besonderen Bedürfnisse.
„Wohnen nach Maß“ – Angebote für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung in Oberösterreich
Dr. Heinz Mairhofer, assista Soziale Dienste GmbH Altenhof
Herr Dr. Mairhofer beschreibt die Schaffung differenzierter Wohnangebote in Oberösterreich als Ergebnis der Transformation einer Groß- und Komplexeinrichtung. Im Mittelpunkt steht dabei der Wohnverbund als Kombination von Wohngruppe und Einzelwohnen.
De Globe – Wohnen mit hohem Unterstützungsbedarf in Nijmegen / Niederlande
Henk Urselmann, Pluryn, Woonvorm Nijmegen
Über ein Appartementhaus für Menschen mit schweren körperlichen und mehrfachen Behinderungen im Zentrum vom Nijmegen berichtet Herr Urselmann aus den Niederlanden. Die Begleitung durch einen ambulanten Pflegedienst und einen Sozialdienst im Haus wird hier ergänzt durch den Einsatz von Robotertechnik für alltägliche Verrichtungen wie Essen oder das Leeren des Briefkastens.
Präsentation (PDF)
Film "Globe Gebouw Goed" (AVI)
Film "Hulpmiddelen Globe Goed" (AVI)
Film "Reinier Goed" (AVI)
Eine Alternative zum Heim: Leben in einer WG mit sehr hohem Unterstützungsbedarf und Persönlichem Budget
Carsten Krüger & Ferdinand Grimm, Lebenswege Berlin
Herr Krüger und Herr Grimm stellen eine WG für Menschen mit mehrfachen Behinderungen vor.
Dort werden pflegerische Leistungen und Leistungen der Eingliede-rungshilfe im Persönlichen Budget gebündelt, um eine Rund-um-die-Uhr-Begleitung durch
Persönlicher Assistenz und pädagogische Unterstützung zu ermöglichen.
Von der Groß- und Komplexeinrichtung in die Gemeinde – Ergebnisse einer Evaluation von Umwandlungsprozessen
Dr. Heidrun Metzler, Eberhard Karls Universität Tübingen
In ihrem Beitrag stellt Frau Dr. Metzler die Ergebnisse ihrer Begleitforschung zur Umwandlung von Groß- und Komplexeinrichtungen des Deutschen Caritasverbandes hin zu gemeindeintegrierten Wohnformen vor. Im Mittelpunkt stehen dabei Befragungen der Bewohnerinnen und Bewohner und ihrer Vertrauenspersonen.
Von der Jugendhilfe lernen – Ressourcen- und Sozialraumorientierung im Quartier
Dr. Maria Lüttringhaus, LüttringHaus – Institut für Sozialraumorientierung, Quartier- und Case-Management, Essen
Eine personenorientierte Leistungsgestaltung steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Barrierefreiheit eines Gemeinwesens und dem Zugang aller Bürger zu seinen Ressourcen. Frau Lüttringhaus stellt den Hintergrund, das Konzept und die Arbeits- und Wirkungsweise einer sozialraumorientierten Sozialarbeit vor.
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