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Das Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik führt seine Jahrestagung im Februar/März durch. Diese Tagungen dienen der internen Diskussion, Positionierung und öffentlichen Stellungnahme. Darüber hinaus hat jede Tagung einen aktuellen Themenschwerpunkt.
"Inklusion, nicht Selektion. Impulse aus der UN-Behindertenrechtskonvention für die Arbeit des Netzwerks"
3. bis 5. Februar 2012, Berlin
"Glückliche Familien – trotz oder wegen Pränataldiagnostik"
11. bis 13. Februar 2011, Berlin
"Pränataldiagnostik: Neue gesetzliche Regelungen - Ungelöste ethische Probleme"
19. bis 21. Februar 2010, Berlin
"Wie können Frauen eine informierte Entscheidung für oder gegen Pränataldiagnostik treffen?"
13. bis 15. Februar 2009, Berlin
"Da stimmt doch was nicht..."
Logik, Praxis und Folgen vorgeburtlicher Diagnostik
29. Februar bis 1. März 2008, Dresden
Pänataldiagnostik - immer früher, effektiver, profitabler?
Medizinische Trends, gesellschaftliche Folgen, Konsequenzen für unsere Arbeit
9. bis 11. Februar 2007 in Uder (Eichsfeld)
Zwischen persönlicher Betroffenheit und gesellschaftlicher Dimension
10. bis 12.02.2006 in Würzburg
10 Jahre Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik
Unser Name bleibt unser Programm!
Wie Normierung funktioniert - Eugenik gestern und heute
Die Netzwerktagung 2004 ist im Rundbrief 16 dokumentiert. "Hauptsache gesund!?" das ist das unhinterfragte Leitmotiv vorgeburtlicher Untersuchungen. Dabei geht es nicht immer und nicht in erster Linie um die "Gesundheit" des zu erwartenden Kindes, sondern auch um mögliche Behinderungen. Die Diagnose hieß einmal "Missbildung", "Deformation" oder "Schädigung". Ein paar Jahrzehnte früher sprach man deutlicher und gnadenloser von "abartig" und "lebensunwert". Heute informieren Ärzte/innen anscheinend wertneutral über einen "auffälligen Befund" und eine "Normabweichung". Was ist die "Norm" in unserer Gesellschaft ist, worauf bezieht sie sich, wie und von wem wird sie durchgesetzt. Ein roter Faden ist die Geschichte der Eugenik vom 19. Jahrhundert bis heute. Mit Beiträgen von Birgit Rommelspacher und Michael Wunder.